Es ist schon ein bisschen ironisch: Da plant man einen entspannten Tag zwischen Rosengärten und Ausstellungsbeeten, und dann treibt eine Tote in der Jagst. Genau diese Ausgangslage bildet das Herzstück von „Jagstleuchten“, dem neuen Kriminalroman von Wildis Streng, der pünktlich zum Start der Landesgartenschau Ellwangen erschienen ist.
Vom 24. April bis 4. Oktober 2026 verwandelt sich Ellwangen unter dem Motto „Wir bringen Ellwangen an die Jagst“ in ein blühendes Zentrum im Ostalbkreis. Passender hätte der Zeitpunkt für diesen regionalen Krimi kaum sein können – auch wenn die Geschichte deutlich düsterer ausfällt als die bunten Tulpenbeete es vermuten lassen.
Mord zwischen Rosen und Römerkult
Die Kommissare Lisa Luft und Heiko Wüst hatten sich eigentlich eine Auszeit verdient. Durchatmen auf der Gartenschau, vielleicht ein Eis, definitiv keine Leichen. Doch dann wird eine Frau tot aus der Jagst geborgen – kostümiert wie die römische Blumengöttin Flora, mit einem Pfeil in der Brust. Was zunächst wie ein makabrer Theaterstunt wirkt, entpuppt sich schnell als kniffliger Mordfall.
Das Ermittlerduo stolpert auf dem Gelände über eine bunte Mischung verdächtiger Gestalten: Römer in authentischer Rüstung (deren Geschosse tödlicher sind als gedacht), esoterische Sinnsucher mit handfesten Motiven und Gärtner, die auffällig wenig zu sagen haben. Zwischen Rosenduft und historischen Rekonstruktionen entwickelt sich eine Jagd nach einem Mörder, der offenbar ein Faible für symbolträchtige Inszenierungen hat.
Regionaler Bezug trifft auf klassische Krimikunst
Wildis Streng hat mit „Jagstleuchten“ einen Roman geschaffen, der die reale Kulisse der Landesgartenschau nutzt und mit fiktiven Wendungen anreichert. Die 320 Seiten lange Geschichte verbindet lokales Flair mit den Elementen, die einen guten Krimi ausmachen: unerwartete Wendungen, glaubwürdige Charaktere und eine Prise Humor, die selbst in den dunkelsten Momenten durchscheint.
Wer sich für regionale Krimis und Buchvorstellungen interessiert, wird hier fündig. Der Roman erschien am 11. März 2026 im Gmeiner-Verlag – einem Haus, das sich auf deutschsprachige Krimis mit regionalem Bezug spezialisiert hat.
Perfekte Lektüre für Gartenschau-Besucher und Krimi-Fans
„Jagstleuchten“ funktioniert auf mehreren Ebenen: als Urlaubslektüre für alle, die die Landesgartenschau besuchen, als regionaler Krimi für Baden-Württemberg-Fans und einfach als spannende Geschichte für zwischendurch. Die Mischung aus historischen Elementen (römische Bezüge sind in Ellwangen durchaus präsent), Gartenbau-Atmosphäre und klassischer Krimihandlung ergibt ein unterhaltsames Gesamtpaket.
Der Roman ist zum Preis ab 10,99 Euro erhältlich. Für alle, die noch mehr Unterhaltungstipps suchen, lohnt sich ein Blick auf weitere regionale Kulturangebote.
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Ob man nun tatsächlich zur Landesgartenschau fährt oder einfach vom Sofa aus mitermitteln möchte – „Jagstleuchten“ bietet solide Krimiunterhaltung mit lokalem Charme. Und wer weiß, vielleicht sieht man die Blumenbeete nach der Lektüre mit etwas anderen Augen. Zumindest wird man sich zweimal überlegen, ob man sich allein zwischen die Rosenhecken wagt.
Quelle Titelbild: eigene Collage & amazon.de

