Das legendäre Nordkap, der nördlichste Punkt Europas, ist ein Reiseziel, das im November eine ganz besondere Faszination entfaltet. Auch wenn der eigentliche nördlichste Punkt auf der Insel Knivskjellodden liegt, gilt das Nordkap seit dem Anschluss an die Europastraße E69 im Jahr 1956 als symbolischer Endpunkt des Kontinents und des Festlandes – und ist bequem mit dem Auto, Camper und Motorrad oder Bus erreichbar.
Ein Besuch in Norwegen im November bedeutet, sich auf extrem kurze Tage und lange Nächte einzustellen. Die Sonne zeigt sich nur für wenige Stunden, wenn überhaupt, bevor sie wieder hinter dem Horizont verschwindet. Dennoch lohnt sich die Reise in die Region Finnmark im äußersten Norden Norwegens – mit endlosen Weiten, beeindruckender Natur und überraschend gut ausgebauten Straßen. Selbst LTE+ Empfang reicht bis zum Nordkap und im letzten Tunnel unter dem Wasser vor der Nordkaphalle!
Am Ende Europas – zwischen Arktischem und Atlantischem Ozean
Auf einer 307 Meter hohen Klippe thront das Wahrzeichen des Nordkaps: der eiserne Globus. Hier treffen das Norwegische Meer, die Barentssee sowie der Atlantische und Arktische Ozean sanft aufeinander. Im November herrscht oft ein eisiger Wind, der die gefühlte Temperatur weit unter Null treibt. Doch gerade diese raue Atmosphäre macht den Ort so einzigartig.
Während in den Sommermonaten rund 200.000 Besucher das Nordkap ansteuern, ist es im Winter angenehm ruhig. Wer jetzt kommt, erlebt eine fast mystische Stille – nur das Pfeifen des Windes und das Rauschen der Wellen begleiten einen.

Die Nordkapphallen – Wärme, Geschichte und Ausblick
Das Besucherzentrum, die Nordkapphallen, bietet alles, was man nach der kalten Fahrt braucht: warme Räume mit Panoramafenstern, ein Café, ein Restaurant, einen Souvenirshop und eine kleine Kapelle – die nördlichste der Welt. Hier können Paare sich sogar trauen lassen. Besonders beliebt ist das Versenden von Postkarten mit dem exklusiven Nordkap-Stempel, den es nur hier gibt.
Nebenan erinnert ein kleiner Obelisk an den Besuch von König Oscar II. im Jahr 1873. Und natürlich darf das klassische Foto am Globus nicht fehlen – ein Moment, den jeder Besucher festhält.


Tipps für den Besuch des Nordkap im November
Wer das Nordkap im Winter besucht, sollte gut planen. Da es nur wenige Stunden Tageslicht gibt, empfiehlt es sich, zwischen 11 und 14 Uhr vor Ort zu sein. Die Nordkapphallen sind im Winter täglich von 11 bis 15 Uhr geöffnet. Schnee und Eis können die Anfahrt erschweren, daher lohnt sich ein Blick auf die aktuellen Straßenverhältnisse.
Auch wenn Temperaturen um 0 °C überraschend mild erscheinen, kann der Wind sehr stark sein – warme Kleidung ist Pflicht.
Adresse: 9764 Nordkapp, Norwegen

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu: Nordkap im November
Ein Besuch des Nordkaps im November ist mehr als nur eine Reise – es ist ein Erlebnis voller Ruhe, Natur und arktischer Faszination. Wer den Winter im hohen Norden sucht, findet hier einen Ort, an dem Europa wirklich endet.
Die Nordkapphallen sind von November bis März täglich zwischen 11 und 15 Uhr geöffnet.
Die Temperaturen liegen meist um den Gefrierpunkt, durch den Wind fühlt es sich jedoch deutlich kälter an.
Ja, die E69 ist gut ausgebaut, bei Schneefall können jedoch Schneeketten erforderlich sein.
Von Ende Oktober bis März sind die Chancen auf Polarlichter am größten.

