Davos ist weit mehr als nur ein weltbekannter Wintersportort. Literaturbegeisterte kennen die Stadt als Schauplatz von Thomas Manns „Der Zauberberg“, während Wirtschaftsexperten jeden Januar beim World Economic Forum (WEF) auf die Alpenmetropole blicken. Während der Zeit des Forums sollten Touristen die Stadt aufgrund der hohen Sicherheitsvorkehrungen und Preise eher meiden. Doch in den restlichen Monaten des Jahres entfaltet Davos seinen wahren Charme als Paradies für Berg- und Outdoor-Enthusiasten – sowohl im verschneiten Winter als auch im grünen Bergsommer.
Doch egal wie einzigartig eine Destination ist, die Anreise muss stimmen. Reisende suchen nach Wegen, die einfach, erschwinglich und komfortabel sind. Wie weit ist Davos eigentlich von der Metropole Zürich entfernt und welche Verkehrsmittel eignen sich am besten für den Transfer zwischen den beiden Schweizer Städten? Nachfolgend werden die Distanzen und alle relevanten Transportmöglichkeiten detailliert beleuchtet.
Wie weit ist es von Zürich nach Davos?
Es gibt zwei Wege, Entfernungen zu messen: über die Straße oder durch die Luft. Die kürzeste Fahrstrecke mit dem Auto zwischen Zürich und Davos beträgt 148 Kilometer. Die direkte Luftlinie hingegen misst lediglich 115 Kilometer. Wer die Schweiz kennt, weiß jedoch, dass die reine Kilometerzahl in einem alpinen Land täuschen kann. Massive Bergmassive und kurvenreiche Täler sorgen dafür, dass selbst kurze Distanzen Zeit in Anspruch nehmen. Die Reise ist hier oft schon das Ziel.
Mit der Bahn
Für umweltbewusste Reisende ist die Bahn zweifellos die beste Wahl. Das Schweizer Schienennetz gilt als exzellent und das Ticketsystem ist auch für Touristen leicht verständlich. Es gibt zwar keine Direktverbindung zwischen Zürich Hauptbahnhof und Davos, doch der nötige Umstieg ist unkompliziert. In der Regel wechselt man im Bahnhof Landquart auf die berühmte Rhätische Bahn (RhB), die sich dann malerisch das Tal hinaufschraubt.
Die schnellste Verbindung vom Zürcher Hauptbahnhof nach Davos Platz dauert etwa 2 Stunden und 20 Minuten. Während im InterCity (IC) bis Landquart oft ein Speisewagen und Erste-Klasse-Abteile zur Verfügung stehen, geht es ab Landquart mit dem Regionalexpress weiter. Ticketpreise starten bei etwa 28 CHF für eine einfache Fahrt. Ein Highlight der SBB-Webseite ist der „Eco-Calculator“: Er zeigt auf, dass Reisende auf dieser Strecke im Vergleich zum Auto rund 27 kg CO2 und fast 12 Liter Treibstoff sparen – bei nur knapp 25 Minuten mehr Reisezeit.
Flexibel mit dem Auto: Worauf Autofahrer achten müssen
Wer mehr Privatsphäre schätzt oder viel Gepäck transportiert, greift oft zum Mietwagen. Die Fahrt vom Flughafen Zürich nach Davos Platz ist 154 Kilometer lang und dauert bei guter Verkehrslage knapp zwei Stunden. Vom Stadtzentrum Zürichs sind es nur wenige Minuten weniger.
Ein entscheidender Hinweis für Autofahrer: Auf Schweizer Autobahnen herrscht Vignettenpflicht. Reisende sollten unbedingt vorab prüfen, ob der Mietwagen bereits mit der „Schweizer Autobahnvignette“ ausgestattet ist. Wer ohne den Sticker fährt, muss ihn für 40 CHF selbst erwerben oder riskiert hohe Bußgelder. Zwar lassen sich mautfreie Nebenstraßen nutzen, dies verlängert die Fahrzeit jedoch um fast eine Stunde.
Exklusive Alternativen und Fernbusse
Für Teilnehmer des Weltwirtschaftsforums ist der Hubschrauber oft das Mittel der Wahl, da Davos keinen eigenen Flughafen für Privatjets besitzt. Man fliegt meist nach Zürich, Altenrhein (St.Gallen) oder Friedrichshafen und reist per Helikopter weiter.
Für Budget-Reisende, die auf Fernbusse wie FlixBus setzen, ist das Angebot innerhalb der Schweiz leider begrenzt. Während Städte wie Basel oder Genf angefahren werden, gibt es keine direkte Buslinie von Zürich nach Davos. Eine Option ist die Fahrt bis Chur (etwa von München oder Stuttgart aus), von wo aus man den letzten Abschnitt mit der Bahn zurücklegen muss.
Zusammenfassend lässt sich sagen: Ob gemütlich im Zug mit Panoramablick oder flexibel im Auto – der Weg in die Bündner Berge ist gut erschlossen und bietet für jedes Reisebedürfnis die passende Option.

