Irgendwann im letzten Jahr ist bei vielen etwas gekippt. Fernreisen fühlen sich nicht mehr nur teuer an – sie fühlen sich anstrengend an. Preise, die sich kaum noch rechtfertigen lassen. Klimasorgen, die im Gepäck mitfliegen. Und eine Welt, die grad ohnehin genug Unruhe mitbringt. Was dagegen wächst: ein neues Interesse an Deutschland. Nicht als Kompromiss, sondern als echte Entscheidung.
Und es gibt gute Gründe dafür.
Frankfurt und das Rhein-Main-Gebiet: Mehr als Finanzmetropole
Wer Frankfurt zuletzt vor Jahren besucht hat, sollte nochmal hinfahren. Die Stadt hat sich verändert – stiller, kulturell selbstbewusster. Kein Wunder, dass der Condé Nast Traveller Frankfurt 2026 als einzige deutsche Destination in seine weltweiten „Best Places to Go“-Liste aufgenommen hat. Das Museumsufer mit Städel, Schirn und Museum für Moderne Kunst, dazu Oper und Tanztheater auf internationalem Niveau – das ist keine provinzielle Kulturszene mehr.
Kulinarisch bewegt sich was: Zwischen klassischer Apfelweinwirtschaft und zeitgenössischer Sterneküche entsteht etwas, das man früher nicht unbedingt mit Frankfurt verbunden hätte – eine eigenständige Genusskultur. Wer mehr über Städtetrips ins Rhein-Main-Gebiet plant, findet dort auch Wiesbaden und Darmstadt – zwei völlig unterschiedliche Gegenentwürfe zur Metropolhektik. Wiesbaden mit Thermalquellen und historischen Alleen, Darmstadt mit der Mathildenhöhe und der schrägen Hundertwasser-Waldspirale als architektonische Ansagen.
Mehrgenerationen-Urlaub: Wenn alle mitkommen
Reisen mit Kindern und Großeltern gleichzeitig – das klingt nach Kompromissen. Muss es aber nicht. Bremerhaven etwa hat mit dem Klimahaus 8° Ost eines der wenigen Museen Europas, das Klimawandel tatsächlich körperlich erfahrbar macht. Heiß, kalt, feucht – das ist nichts für Passivbesucher.
Nürnberg funktioniert als Mehrgenerationen-Stadt erstaunlich gut. Die Kaiserburg ist keine stille Museumskulisse, sondern echtes Mittelalter zum Anfassen und Erkunden. Dazu kommt der Turm der Sinne in Nürnberg mit Mitmach-Stationen, die Kinder genauso begeistern wie Erwachsene, die eigentlich „nur kurz reinschauen“ wollten. Koblenz schickt Familien per Seilbahn zur Festung Ehrenbreitstein und weiter mit dem Schiff zur Marksburg – der einzigen nie zerstörten Höhenburg am Mittelrhein. Stuttgart wiederum verbindet Porsche Museum und Wilhelma so selbstverständlich, dass man sich fragt, warum man da nicht schon längst war.
Die neuen Anlaufstellen: Duisburg, Essen, Mannheim
Berlin als überlaufen, München als teuer – das hört man öfter. Was dagegen wächst, sind Städte, die lange niemand auf der Rechnung hatte. Duisburg etwa: Der Landschaftspark Duisburg-Nord zeigt, was aus Schwerindustrie werden kann, wenn man aufhört, sie zu verstecken. Klettern, Radfahren, Festivals – alles auf altem Hochofen-Gelände. Keine Inszenierung, keine Glattheit. Genau das macht’s interessant.
Essen hat die Zeche Zollverein zum Kulturzentrum und Designstandort gemacht. Und Mannheim – nur eine halbe Stunde vom beschaulicheren Heidelberg entfernt – lebt von einer Musikszene und Subkultur, die weit über die Region hinausstrahlt. Urban Gardening, Pop-up-Projekte, kreative Zwischennutzungen: Hier zeigt sich, wie Städte in Zukunft funktionieren könnten.
Bewusst reisen: Leipzig, Freiburg, Wuppertal
Mindful Travel ist kein leeres Schlagwort mehr – zumindest nicht in Städten wie Leipzig, Freiburg und Wuppertal. Leipzig entdeckt man nicht über Sehenswürdigkeiten, sondern über Viertel. Mit dem Fahrrad, durch alternative Straßen, vorbei an kleinen Cafés und Ateliers. Freiburg bleibt mit seinen berühmten Bächle, autofreien Quartieren und regionalen Märkten Deutschlands Vorzeigeprojekt für nachhaltiges Stadtleben. Und Wuppertal mit seiner Schwebebahn – ungewöhnlich, unterschätzt, visionär – erlebt gerade eine stille Renaissance, die man sich merken sollte.
Premier Inn: Günstig schlafen, mehr erleben
Wer diese Städte entdecken will, braucht eine vernünftige Unterkunft – am besten eine, die nicht das halbe Reisebudget auffrisst. Premier Inn hat über 70 Hotels deutschlandweit und bietet bei App-Buchung 20 Prozent Rabatt auf den Standardtarif. Kinder unter 16 frühstücken kostenlos mit – eines pro zahlendem Erwachsenen. 20 Häuser sind bereits mit dem Barrierefrei-Label „Reisen für Alle“ zertifiziert. Nicht schlecht für eine Hotelkette, die Qualitätsschlaf zu fairen Preisen als Markenkern versteht.
Quelle Titelbild: Premier Inn Deutschland

