Aldi hat eine neue Tiefkühlpizza im Sortiment, die aufhorchen lässt. Die Pizza Ariosa aus der Eigenmarke Cucina soll nach neapolitanischer Art sein – mit hohem, luftigem Teigrand, im Holzofen auf Stein gebacken und sogar mit nativem Olivenöl extra. Klingt fast zu gut für eine TK-Pizza aus dem Discounter, oder? Ich war absolut neugierig, und habe sie kürzlich getestet.
Pizza Ariosa von Aldi: Was steckt drin?
Die neue neapolitanische TK-Pizza Ariosa gibt es in drei Sorten: Margherita, Salami und Nduja. Das Gewicht liegt je nach Sorte zwischen 346 und 391 Gramm, der Preis jedoch einheitlich bei 2,99 Euro – also durchaus noch im normalen Rahmen für Supermarkt-Eigenmarken. Auf der Verpackung steht viel von Tradition, Holzofen und italienischer Leidenschaft. Die Zutatenliste ist tatsächlich überschaubar: Weizenmehl, Wasser, Tomatensauce, Mozzarella, Sonnenblumenöl, natives Olivenöl extra (1,3%), Salz und Hefe. Keine endlose Liste mit E-Nummern, das ist schonmal wirklich sympathisch.
Was mir direkt auffällt: Die Pizza wird in Italien hergestellt, von Roncadin S.p.A. in Meduno (etwas mehr als 120 km von Venedig entfernt). Das Unternehmen ist bekannt dafür, Tiefkühlpizzen für verschiedene Marken zu produzieren, also durchaus erfahren in dem Bereich.

Geschmackstest: Wie schmeckt die „neapolitaniche Art“ Aldi-Pizza?
Ich habe mich bei meinem Test zwangsläufig für die Margherita entschieden – die anderen Sorten waren leider gerade ausverkauft. Zuhause hab ich sie noch mit Salami Cacciatore DOP belegt, um auf meiner Hälfte der Pizza noch etwas mehr Belag zu haben. Die Backempfehlung sagt 200 Grad Ober-/Unterhitze für 10-14 Minuten auf dem Rost. Ich hab mich für 12 Minuten entschieden, weil ich den Rand weich und luftig haben wollte, und nicht zu hart oder trocken-knusprig.
Nach dem backen beim schneiden ist mir sofort der Rand aufgefallen – tatsächlich hoch, weich und gleichzeitig leicht knusprig. Der Boden war knackig, aber nicht trocken. Jetzt muss man dazu sagen: Eine original neapolitanische Pizza wie von Da Michele in Neapel ist durch und durch komplett weich, und überhaupt nicht knusprig. Das hat auch seinen Charme, keine Frage. Aber ehrlich gesagt mag ich einen etwas festeren Boden lieber. Wie seht ihr das?
Der Käse der neapolitanischen TK-Pizza von Aldi war schön geschmolzen, die Tomatensauce nicht zu dominant. Ich hätte die Pizza rückblickend vielleicht doch noch zwei Minuten länger im Ofen lassen können, aber so war sie genau richtig für meinen Geschmack. Für eine Tiefkühlpizza aus dem Discounter ist das Ergebnis wirklich überraschend gut.

MEin Fazit: Lohnt sich die Pizza Ariosa von Aldi?
Für knapp drei Euro bekommt man hier eine solide TK-Pizza, die tatsächlich an neapolitanische Art erinnert – zumindest was den Rand angeht. Perfekt für spontane Abende, wenn man keine Lust hat groß zu kochen, oder im Sommer mit einem leichten Salat als Beilage. Klar, sie ersetzt keinen Besuch beim Italiener oder eine selbstgemachte Pizza, aber das ist auch nicht der Anspruch.
Noch ein Tipp: Einfach noch ein paar frische Zutaten drauf – Rucola, Burrata, gutes Olivenöl – und schon hat man ein ziemlich leckeres Abendessen. Ich werd auf jeden Fall nochmal zugreifen, wenn ich die Salami- oder Nduja-Variante sehe.

