Während sich Städte im Hochsommer in Betonbacköfen verwandeln, schläft man im Allgäu nachts mit offenem Fenster – und braucht dabei meist noch eine Decke. Kein Zufall, sondern Programm: Der Reisetrend Coolcation – also Urlaub machen, wo es einfach angenehm kühl bleibt – hat längst eine natürliche Heimat in den Allgäuer Alpen gefunden. Frischer Bergwind, schattige Wälder, kühle Schluchten. Wer das einmal erlebt hat, versteht warum.
Wald statt Klimaanlage: Haubers Naturresort in Oberstaufen
Manche Lösungen sind simpel. Das familiengeführte Haubers Naturresort in Oberstaufen setzt auf das, was seit Jahrhunderten funktioniert: den Wald. Ein 2,5 Kilometer langer Klimapfad führt durch das 60 Hektar große Naturareal – entlang des Jugetbachs, unter Fichten, über Lichtungen. Temperatur und Luftfeuchtigkeit wechseln spürbar. Hängematten, eine Schaukelbank mit Aussicht, Ruheplätze. Kein Strom, keine Technik – nur Natur, die kühlt.
Berwangerhof in Obermaiselstein: Bergluft inklusive
Im Berwangerhof in Obermaiselstein beginnen Wanderwege direkt vor der Hoteltür, führen durch schattige Wälder, blühende Wiesen, hinauf zu ruhigen Aussichtspunkten. Der kristallklare Freibergsee ist nah, ebenso die beeindruckende Breitachklamm – eine der tiefsten Felsenschluchten Mitteleuropas. Abends auf der Terrasse regionale Küche, während die Sonne hinter den Gipfeln verschwindet. So sieht Coolcation in Reinform aus.
Hotel Allgäu Sonne: Yoga, Aussicht und kühle Nächte
Knapp 900 Meter über Oberstaufen liegt das Hotel Allgäu Sonne – und damit auch über so mancher Hitzewelle. Ein erfrischendes Lüftchen tagsüber, kühle Nächte, die tatsächlich erholsamen Schlaf ermöglichen. Was das Bauchgefühl ahnt, belegen Studien: Natur entspannt, gibt Energie und schafft neue Perspektiven. Morgens auf der Yoga-Terrasse, dann raus in die Berge. Nicht schlecht für einen Sommertag.
Hotel Bannwaldsee: Schlossflair trifft Seeidylle
Am Fuße des Buchenbergs, unweit des 2025 zum UNESCO-Welterbe ernannten Schlosses Neuschwanstein, liegt das 4-Sterne-Hotel Bannwaldsee auf rund 800 Metern. Angenehm temperierte Zimmer, Frühstück im Schatten der Terrasse, ein großzügiger Park mit altem Baumbestand. Der Bannwaldsee selbst liegt nur Minuten entfernt – klares Wasser, weiter Blick auf die Allgäuer Alpen. Mehr braucht es manchmal nicht.
Hotel Freiberg Oberstdorf: Bergbahn kostenlos, Pool-Telefon inklusive
Im 4-Sterne-Hotel Freiberg starten Wanderwege und Radtouren direkt vor der Tür. Bergbahnen bringen Gäste kostenlos nach oben, Panoramablick inklusive. Am Outdoor-Pool gibt es sogar ein Pooltelefon – für die schnelle Erfrischung im Glas ohne aufzustehen. Sauna, Massagen, Langschläfer-Frühstück bis mittags. Drei Restaurants. Ein Konzept, das aufgeht.
Oswalda Hus im Kleinwalsertal: Frisch in jeder Hinsicht
Alles am Oswalda Hus ist frisch: die Sommertemperaturen, der „Frischluftpool“, die Zutaten in der Küche. Hotelchef Joachim Müller kocht selbst, bio versteht sich, mit Produkten aus dem hauseigenen Permakultur-Garten mit Hühnern und Schweinen. Für Familien ideal: gemütliche Spaziergänge im Garten, authentischer Charakter, echter Kontakt zur Natur. Der Gault&Millau honorierte das jüngst mit dem „Future Award Vorarlberg 2026″.
Bad Hindelang: Salamanderprojekt macht Regentage spannend
Das Hotel Prinz-Luitpold-Bad in Bad Hindelang denkt Naturerlebnis neu. Mit dem Projekt „Urlaub mit Wirkung“ werden Gäste aktiv eingebunden – unter anderem durch das Salamanderprojekt in Zusammenarbeit mit dem LBV. Gäste beobachten und zählen Alpensalamander, entdecken Lebensräume, schärfen den Blick für Wetter und Region. Der clevere Nebeneffekt: Regentage bekommen einen ganz eigenen Reiz. Wer hätte gedacht, dass feuchtes Wetter im Allgäu so viel Spaß machen kann?
Tafeln auf der Alp: Kulinarisches Highlight am 7. Juli
Wer Kulinarik und Bergwelt verbinden will, sollte sich den 7. Juli 2026 vormerken. Beim Event „Tafeln auf der Alp“ kreiert Sternekoch Sascha Kemmerer vom A‐ROSA Ifen Hotel im Kleinwalsertal gemeinsam mit zwei Walser Kochfreunden ein Menü aus lokalen Zutaten – mitten in der Natur, eingerahmt von einer der eindrucksvollsten Bergkulissen der Alpen. Die „Önsche Walser Chuche“ steht dabei für gelebte regionale Identität auf dem Teller.
Wer also diesen Sommer einen Familienurlaub oder eine Auszeit vom Alltag plant und die Hitze der Tieflagen satt hat, findet im Allgäu nicht nur Abkühlung – sondern gleich ein ganzes Lebensgefühl.
Quelle Titelbild: Haubers Naturresort, Oberstaufen
Coolcation im Allgäu: Die wichtigsten Fragen und Antworten für deinen Sommerurlaub
Was bedeutet Coolcation und warum ist das Allgäu dafür ideal?
Coolcation beschreibt die gezielte Wahl eines kühlen Urlaubsortes als Alternative zu überhitzten Städten oder klassischen Strandreisen. Das Allgäu bietet dafür ideale Voraussetzungen: frischer Bergwind, schattige Wälder, kühle Nächte und zahlreiche Naturerlebnisse auf über 800 Metern Höhe.
Welche Allgäu-Hotels eignen sich besonders für einen Coolcation-Urlaub im Sommer?
Besonders empfehlenswert sind das Haubers Naturresort in Oberstaufen mit eigenem Klimapfad, das Hotel Freiberg in Oberstdorf mit kostenloser Bergbahnnutzung, das Hotel Bannwaldsee nahe Neuschwanstein sowie das Oswalda Hus im Kleinwalsertal – alle mit natürlicher Abkühlung und individuellen Sommerangeboten.
Ist Coolcation im Allgäu auch für Familien mit Kindern geeignet?
Ja, gerade für Familien ist das Allgäu im Sommer eine hervorragende Wahl. Kühle Temperaturen, sichere Wanderwege, Naturbäder wie der Bannwaldsee oder der Freibergsee sowie kinderfreundliche Hotels und Erlebnisangebote machen den Sommerurlaub in der Region besonders attraktiv.
Was ist das Event „Tafeln auf der Alp“ im Kleinwalsertal und wann findet es statt?
„Tafeln auf der Alp“ ist ein kulinarisches Highlight am 7. Juli 2026 beim A‐ROSA Ifen Hotel im Kleinwalsertal. Sternekoch Sascha Kemmerer bereitet gemeinsam mit Walser Kochkollegen ein mehrgängiges Menü aus regionalen Zutaten direkt auf einer Alpe zu – in einzigartiger Bergkulisse.
Welche Naturerlebnisse gibt es im Allgäu speziell für umweltbewusste Reisende?
Das Salamanderprojekt des Hotels Prinz-Luitpold-Bad in Bad Hindelang bindet Gäste aktiv in den Naturschutz ein. Das Oswalda Hus im Kleinwalsertal betreibt einen Permakultur-Garten und setzt auf Bioprodukte aus der Region. Beide Angebote stehen für einen nachhaltigen Tourismus, der Naturgenuss und konkretes Handeln verbindet.
Wie weit ist das Allgäu von München, Stuttgart und Zürich entfernt – lohnt sich die Anreise?
Das Allgäu ist von München in ca. 1,5 Stunden, von Stuttgart in knapp 2 Stunden und von Zürich in etwa 1,5 Stunden mit dem Auto erreichbar. Für einen Sommerurlaub, der Coolcation, Wandern, Kulinarik und Naturerlebnis verbindet, lohnt sich die kurze Anreise absolut.

