Ein Jahrzehnt, 25 bunte Bullis und eine Idee, die zur Bewegung wurde: roadsurfer feiert 2026 sein 10-jähriges Bestehen – und blickt auf eine Erfolgsgeschichte zurück, die den Camper-Markt in Europa und mittlerweile auch in Nordamerika nachhaltig geprägt hat. Was 2016 als Nischenangebot in München, Frankfurt und Hamburg begann, ist heute ein globales Geschäft mit rund 100 Standorten in 16 Ländern. Wer durch Oberschwaben, an den Bodensee oder ins benachbarte Allgäu blickt, erkennt die zweifarbig folierten Fahrzeuge inzwischen ebenso häufig wie auf Campingplätzen im Süden Frankreichs, am Gardasee oder mitten in Skandinavien.
Vom Münchner Start-up zum globalen Vanlife-Anbieter
Der Aufstieg verlief rasant: Bis 2022 verdoppelte sich die Mietflotte praktisch jährlich, heute zählt das Unternehmen rund 10.000 Camper und Wohnmobile. Damit wächst roadsurfer deutlich über dem Branchenschnitt, der laut Unternehmensangaben seit Jahren stabil zwischen 8 und 10 Prozent liegt. Wichtige Etappen auf diesem Weg waren die Erweiterung des Angebots von reinen Campervans auf Wohnmobile, der erste internationale Schritt 2019 nach Frankreich sowie später die Expansion über den Atlantik. Rund 1.000 Mitarbeitende arbeiten inzwischen weltweit für das Unternehmen, das seit der Gründung nach eigenen Angaben rund 420.000 Menschen auf Vanlife-Reisen geschickt hat.
Wie sich Vanlife in zehn Jahren verändert hat
Besonders aufschlussreich ist der Wandel im Buchungsverhalten. Reisende planen ihren Camperurlaub heute deutlich weiter im Voraus: 2026 liegt die durchschnittliche Vorlaufzeit zwischen Buchung und Reiseantritt bei rund 110 Tagen – im Vorjahr waren es noch etwa 80, zur Gründungszeit lediglich 70 Tage. Aus dem spontanen Abenteuer ist damit ein fest eingeplanter Bestandteil der Jahresplanung geworden – eine Entwicklung, die sich gut mit den Wünschen nach individuellen Roadtrip-Erlebnissen in der Region deckt, wie sie auch hier auf AdriBlueNova immer wieder thematisiert werden.
Die Zielgruppe selbst bleibt dabei erstaunlich konstant: Laut einer Kundenauswertung aus dem Jahr 2025 reisen 28 Prozent aller Kundinnen und Kunden mit Kindern, etwa 9 Prozent nehmen einen Hund mit an Bord, und Best Ager ab 55 Jahren machen 16 Prozent der Buchungen aus. Familien greifen dabei eher zu Kastenwagen und Wohnmobilen, während Paare und Freundesgruppen sich gleichermaßen für Vans und Kastenwagen entscheiden – ein Trend, der sich auch beim Thema Camping in der Region Oberschwaben-Bodensee-Allgäu beobachten lässt.
Preislich bleibt der Camperurlaub vergleichsweise stabil: Während Flug- und Hotelpreise 2026 weiter steigen, hält roadsurfer die Sommerpreise auf Vorjahresniveau – mit Einstiegspreisen ab 125 Euro pro Nacht in der Hochsaison, abhängig von Saison, Modell und Standort. Wer aktuell rabattiert buchen möchte, findet auf der Angebotsseite von roadsurfer entsprechende Last-Minute- und Jubiläumsaktionen.
Top-Reiseziele 2026 – und ein klarer Aufsteiger
Laut einer repräsentativen Studie von roadsurfer in Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut INNOFACT bleibt der DACH-Raum unter deutschen Reisenden weiterhin das beliebteste Europa-Ziel, gefolgt von Italien, Spanien und Portugal – Destinationen, die sich auch hervorragend mit dem Camper erfahren lassen, etwa entlang der Mobilitäts-Themen rund um den Bodensee und das Allgäu.
Der eigentliche Senkrechtstarter liegt jedoch jenseits des Atlantiks. Markus Dickhardt, Co-Founder und CEO von roadsurfer, bezeichnet Nordamerika als den 2026 am stärksten wachsenden Markt, mit einem Plus von rund 120 Prozent im Jahr 2025 – getrieben vor allem durch US-Reisende, die das europäische Vanlife-Konzept für sich entdecken. Die Unternehmensstrategie für die kommenden Jahre setzt dabei weniger auf Expansionstempo als auf Qualität und Effizienz.
Mitgründerin Dr. Susanne Dickhardt blickt auf die Markenphilosophie zurück, mit der roadsurfer von Anfang an junge, urbane Zielgruppen für das Campen begeistern wollte – eine Mischung aus Freiheit, Abenteuer und einer Prise Lifestyle, die sich offenbar sowohl in Europa als auch in Nordamerika bewährt hat.
Quelle Titelbild: roadsurfer GmbH

